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Lothar R. verstorben, Projektreise nach Finnland, Abschlusskonzert der Finnlandreise, Ausflug nach Neuzelle, Sommergrillen

Lothar R. verstorben

03014DF2-E6C0-4F59-8794-02A95115DA4F Am 11. April verstarb unser Sangesbruder Lothar R.nach 35 Jahren Mitgliedschaft im Chor im Alter von nur 82 Jahren nach langer Krankheit. Ich erinnere mich an ihn als einen ruhigen, zurückhaltenden Mann, der zunächst gut zuhörte und dann mit Bedacht abschätzte, was er erwidert – seine Worte waren oft klug, treffsicher und nicht selten bissig humorvoll. Seine besonnene Art, sein Humor und seine Ausstrahlung haben bei mir Eindruck hinterlassen. Wir werden Lothar nicht vergessen. Die Beisetzung fand am 21. Mai in Beisein der Sänger des Männerchors Cäcilia auf dem Friedhof Karlshorst statt. Unsere Gebete sind bei Lothar und unsere Gedanken bei Lothars Ehefrau und Witwe Anita.

Projektreise nach Finnland

Nach langer Planung, einem ellenlangen Verlauf von E-Mails, gemeinsamen Vorstandssitzungen, unzähligen kleinen Absprachen, Nachfragen und Repliken war es nun endlich so weit: Am 22. Mai startete (auch) für uns ein Flugzeug der Gesellschaft Finnair und brachte uns in zwei Stunden von Berlin nach Helsinki. Wir, das waren Sänger vom Männerchor Cäcilia und der Berliner Liedertafel, die sich zu einem Projektchor zusammengeschlossen haben, um auf Einladung des finnischen (ursprünglich der schwedischen Minderheit angehörigen) Männerchors Konkarit gemeinsam Konzerte zu singen und Zeit in einer der schönsten Hauptstädte des vereinigten Europas zu verbringen. Den Freitag hatten wir nach dem Transfer zum Hotel dann für uns um die Stadt zu Fuß oder mit den Öffis zu erkunden. Für mich war es zwar nicht der erste Besuch in Helsinki, dennoch fällt mir immer wieder positiv auf, wie entspannt dort der Straßenverkehr ist – man kann es zweifellos als zurückhaltendes Miteinander bezeichnen. Berlin würde diese Attitüde zweifellos gut zu Gesicht stehen. Gut ins Gesicht stand uns erstmal allerdings das Wetter: Feiner, kühler, schräger Regen hielt uns zwar nicht davon ab, vorab schon mal die Felsenkirche zu erkunden, zwang uns aber umfangreiche Nässeschutzmaßnahmen auf. Vom Schirm war dringend abzuraten, denn die heftigen Windböen machten damit kurzen Prozess. Für mich war das eine hervorragende Ausrede, einen Teil der Zeit in der Zentralbibliothek Oodi zu verbringen, die kein Ort des stillen Studiums, sondern des Beisammenseins, des Handwerkens und Ausprobierens, des Spiels und des Spielens, der Kultur und der Bildung ist. Ganz nebenbei ist das Haus eine architektonische Sehenswürdigkeit – was für ein schöner Ort! Glücklicherweise beschränkte sich das Wettereignis auf den Freitagnachmittag, so dass wir für das übrige Wochenende feinstes finnisches Präsidentenwetter genießen durften. PHOTO-2026-05-23-22-12-10%200004 Am Samstagvormittag war es dann soweit und unser erster offizieller Auftritt in der Felsenkirche Temppeliaukio kirkko stand an – glücklicherweise nur einen zehnminütigen Fußweg vom Hotel entfernt. Das Gebäude ist beeindruckend: Ein runder Gebetsraum aus Naturstein, in den Fels getrieben und mit einem ebenso runden Dach aus Glas und Kupfer – absolut sehenswert. Die Bekannt- und Beliebtheit des Gotteshauses haben leider auch ihre Schattenseiten: Es war ein ständiges Kommen und Gehen von Touristen, die, wenn überhaupt, nur kurz innehielten und unseren Klängen lauschten. Die treuesten Zuhörer waren unsere mitgereisten Angehörigen und die Herrschaften des finnischen Männerchors. Freude hat es offenbar trotzdem allen Anwesenden bereitet, so viel konnte ich jedenfalls aus den Gesichtern lesen. Zu regelrechter Begeisterung führte unser letztes Stück, die Finlandia-hymni von Jean Sibelius, der sogenannten inoffiziellen Nationalhymne Finnlands. Am Nachmittag bestiegen wir einen Cabrio-Doppeldeckerbus und ließen uns bei einer touristischen Stadtrundfahrt entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt chauffieren. Im Gedächtnis bleibt mir jedenfalls, dass Helsinki eine sehr grüne, sehr wasserreiche und sehr soziale Stadt ist. Das Wohlbefinden und die Sicherheit der Einwohner stehen offenkundig an erster Stelle in der Stadtplanung. Am Abend trafen wir uns dann zu einem feucht-fröhlichen Beisammensein und Abendessen mit den Sängern und Partnerinnen des Männerchors Konkarit. Verständigen konnten wir uns zumeist auf Englisch, häufig auch auf Deutsch – für Finnen sind das neben Russisch die am häufigsten gesprochenen Fremdsprachen. PHOTO-2026-05-26-11-39-41%200003 Am Sonntagnachmittag stand dann unser Auftritt in der Deutschen Kirche an. Dort sangen dann nicht nur wir Gäste, sondern auch die Herren vom Konkarit-Chor, und das durchaus hörenswert, obwohl es ein reiner Seniorenchor ist. Leider war die Strahlkraft des wirklich gelungenen Konzerts nicht besonders groß, denn die Kirche ist sehr klein und es kamen abgesehen von den Anghörigen der Männerchöre nur wenige weitereGäste. Freude am Singen hatten wir trotzdem und hörenswert waren unsere Darbietungen allemal. Den Abend verbrachten wir dann wieder gemeinsam wie den Abend zuvor. Man kannte und schätzte sich bereits, so dass die Stimmung noch entspannter und ausgelassener war als am Samstag. Den Montagvormittag hatten wir wieder für uns zur freien Verfügung, was viele nutzten um die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erkunden oder sich die Beine am fußläufig erreichbaren Ufer der Ostsee zu vertreten. Zum Mittag hatten wir dann eine Bootstour durch die vorgelagerten Schären gebucht. Die Tour-Führerin versorgte uns professionell und in fließendem Deutsch mit vielen historischen und kulturellen Details über die Landschaft, Geschichte der Stadt und die eine oder andere Anekdote über Finnland und seine Bewohner. Währenddessen hatten wir Zeit, die finnische Küche und Braukultur zu genießen und uns mit unseren Gastgebern ungezwungen auszutauschen, aber auch um Abschied zu nehmen, da dies unsere letzte gemeinsame Veranstaltung in Helsinki war. Dienstag war der Tag der Abreise und alles verlief bis auf ein vergessenes Gepäckstück weitgehend reibungslos. Mein Fazit lautet, dass dies eine der schönsten Reisen war, die ich bisher mit dem Männerchor Cäcilia unternehmen durfte. Hier hat wirklich alles gestimmt: Das Land, die Leute, die Organisation. Mein Dank geht an die Organisatorinnen und Organisatoren, die uns dieses Erlebnis ermöglicht haben.

Abschlusskonzert der Finnlandreise

PHOTO-2026-05-31-22-09-27 Für alle Sangesbrüder und Angehörige, die nicht an der Reise nach Helsinki teilnehmen konnten, brachten die Berliner Liedertafel und der Männerchor Cäcilia die Konzerte zurück nach Berlin und führten die Musik nun für alle und mit allen gemeinsam auf. Dazu trafen sie sich am 30. Mai in der Kirche St. Marien in Karlshorst um das Gemäuer mit einen wahrlich beeindruckenden Klang und die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer hoffentlich mit Begeisterung zu erfüllen. Unter dem Dirigat von Vincent Jaufmann und der Begleitung von Markus Dubsky legten die beiden Chöre vereint und mittlerweile routiniert ein tadelloses und schönes Konzert ab, von dem wir hoffen, dass es allen gefallen hat und der würdige Abschluss für ein tolles Projekt gewesen ist.

Ausflug nach Neuzelle

IMG_3281 Weil unser Tagesausflug im letzten Jahr so viel gute Resonanz erfahren hatte, wollten wir in diesem Jahr daran anknüpfen und etwas ähnliches anbieten. Die Wahl fiel auf das Kloster Neuzelle, das (noch) eine kleine, aber sehr aktive, Gemeinschaft von Zisterziensermönchen beherbergt. Daran angeschlossen ist der historisch rekonstruierte Klostergarten im Stile eines barocken Lustgartens. Am Vormittag des 13. Juni machten wir uns also mit Regionalexpress und -bahn auf den Weg nach Osten. Die erste Station war dann erstmal ein üppiges Mittagessen in der Klosterklause um uns auf die kommenden Anstrengungen des Tages leiblich vorzubereiten. Danach besichtigten wir die Stiftskirche St. Marien, in der uns der Zisterzienserpater viel (wirklich sehr viel) über das Kloster, die Eigentumsverhältnisse, den geplanten Umzug des Konvents und das mönchische Leben erzählte. Die geistige Druckbetankung beendeten wir mit Gesang von der Empore und können somit festhalten, dass die Kirche eine exzellente Akustik hat. Im Anschluss wurden wir in zwei Gruppen geteilt und höchst kompetent durch den Klostergarten geführt. Dabei erfuhren wir, dass die aktuelle Ausstattung so nah wie möglich der historischen Realität nachempfunden wurde, was dank umfangreicher archäologischer Forschung nach der Wendezeit ermöglicht wurde. So konnte der Verfall des Gartens im Sozialismus rückgängig gemacht werden und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Gleichzeitig wurden dort auch Flächen bewahrt, die dem Erhalt selten gewordener Pflanzen dienen und die durch ihre aktive Vernachlässigung einen besonderen ökologischen Wert haben. Nach einem Ständchen zum Dank an unser kompetentes Gartenführerpaar traten wir auch schon wieder die Heimreise an. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass man an einem Tag sehr viel Gutes und Schönes erleben kann.

Sommergrillen

IMG_3320 Traditionell am Donnerstag vor den Schulferien läuten auch wir unsere vierwöchige Ferienzeit ein. Und wie immer machen wir das mit reichlich Speisen und Getränke einem kurzen Rückblick aufs erste Halbjahr und dem einen oder anderen Ständchen. Auch in diesem Jahr war es wettertechnisch eher durchwachsen. Fürs Drinnensitzen war es zu warm, fürs Draußensitzen immer mal wieder zu nass. Und so wechselte anfangs das Buffet von draußen nach drinnen und am Ende auch die Sangesbrüder und das auch noch mehrmals am Abend. Die einzigen, die dem Wetter ununterbrochen Stand hielten, waren unsere Grill- und unser Zapfmeister Robert und Martin W. So eine Veranstaltung läuft natürlich nur, wenn viele anpacken und daher möchte ich mich im Namen des Vorstands bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen und ihn mit ihren Spenden bereichert haben. Ob finanziell, mit Getränken oder dem reichhaltigem Buffet, es hat an nichts gefehlt. Danke dürfen wir auch nochmal an dieser Stelle für ein gelungenes erstes Halbjahr sagen. Für die gemeinsamen Erlebnisse, Ausflüge, Konzerte und Übungsstunden.