Rück- und Ausblick

 

Liebe Sangesbrüder und Freunde des Chores,

 

Probenwochenende in Krelingen

Vom 20. bis 22. April 2018 fand unser Probenwochenende in Krelingen statt.
Dort trafen wir uns mit dem Kolding Manskor.
Am Sonntag, den 22. April, sorgten wir gemeinsam für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.
Zum krönenden Abschluss gab es am Nachmittag des gleichen Tages ein Gemeinschaftskonzert.

Doch zunächst der Kurzbericht über die „Fahrt von Berlin mit Zwischenstation in Königslutter zum GRZ Krelingen“ von Stefan Köhr:

„Nach Monaten der intensiven Vorbereitung unseres Chortreffens mit dem seit ca. 5 Jahren befreundeten Kolding Mandskor rückte der Abreisetag zum etwa hälftig zwischen Berlin und dem dänischen Kolding gelegenen Krelingen näher.
Am Vorabend nochmals die dänischen Lieder entsprechend der „Lautschrift“ geprobt, war es am Freitag, den 20.04.2018 endlich soweit.
Die Fahrt mit dem uns schon gut bekannten Reiseunternehmen Brust konnte beginnen. Pünktlich um 9.00 Uhr erschallte auf dem Parkplatz vor dem Tierpark unser Wahlspruch „Rein der Sinn, rein der Sang, treu dem Lied mein Leben lang“. Dann suchte sich der Bus den Weg vorbei am stets zugestauten S-Bahnhof Karlshorst zur Autobahn. Ein Bierchen oder ein Schnäpschen – bald dominierte im Bus die gute Laune und der fröhliche Gesang. Planmäßig erreichten wir unweit der A2 den Ort Königslutter am Elm. Auf die Führung durch den Kaiserdom hatte uns „Reiseleiter“ Ulli W. durch Erläuterung einiger historischer Zusammenhänge per Bus-Mikrofon bereits eingestimmt. Alles drehte sich um den König und späteren Kaiser Lothar III., der diese herrliche romanische Kirche im 12. Jahrhundert erbauen ließ. Im Jahre 1135 stiftete er die Benediktiner-Abteikirche einschließlich der Grablege für sich und seine Familie. Aber alles war noch steigerungsfähig als wir den wunderbarten Klang und vor allem den Nachhall unserer beiden Gesangsdarbietungen an zwei Stellen des Kircheninnenraumes testen konnten. Busfahrer Mario reichte nun den Mittagsimbiss, meisterte perfekt die schwierige Weiterfahrt durch die zugeparkten Altstadtgassen von Königslutter und brachte uns pünktlich und sicher zu unserem Ziel.

Krelingen ist ein Ortsteil der Stadt Walsrode im dünn besiedelten niedersächsischen Landkreis Heidekreis. Bei herrlich blauem Himmel und sehr angenehmen Temperaturen beeindruckten uns sofort die herrlich blühenden oder mit frischem Grün ausgestatteten Bäume im weiträumigen Gartenbereich des Geistlichen Rüstzentrums (GRZ), einer gemeinnützigen Einrichtung innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche.
Bald hatten alle die Zimmer bezogen und fanden sich zur ersten Chorprobe ein. Leider drehte sich jetzt nochmals alles um Lothar, aber diesmal sorgten wir uns um unseren Sangesbruder. Umso erleichterter waren wir, als Lothar nach entferntem Mittagshappen aus der Speiseröhre das Krankenhaus wieder mit dem Probenraum tauschen konnte.
Ein intensives Probenwochenende und die Gestaltung unseres gemeinsamen Gottesdienstes sowie unseres Gemeinschaftskonzertes am folgenden Sonntag konnte beginnen.“

Kurz nach erfolgreicher Beendigung unserer ersten Chorprobe rollte am Freitag pünktlich gegen 18 Uhr der Bus aus Dänemark an. Von beiden Seiten war eine große und herzliche Wiedersehensfreude zu spüren. Spontan wurde gesungen, umarmt und angestoßen. Während des leckeren Abendessens verteilten sich Koldinger und Berliner wie selbstverständlich auf die einzelnen Tische und fingen an, sich wie alte Freunde über Gott und die Welt, über Privates und natürlich über das Chorleben auszutauschen.
Der Samstag war quasi „Arbeitstag“ und stand ganz im Zeichen der Probenarbeit. Einerseits wurden die Auftritte für Sonntag sowohl gemeinsam als auch separat vorbereitet. Anderseits hatte jeder Chor Gelegenheit, eigene Stücke, die mittelfristig aufgeführt werden sollen, einzuüben. So arbeitete unser Männerchor beispielsweise weiter an einzelne Stücke der Rheinberger Messe. Dazwischen könnte man immer wieder nach draußen die Natur und das frühlingshafte, fast sommerliche Wetter genießen. Sehr fleißig war unser Chorleiter Markus Dubsky, der sich kaum eine Pause gönnte, sondern „nebenbei“ auch noch separat mit den „Jungen Stimmen“ probte, wenn die anderen eine Pause hatten.
Als „Belohnung“ gab es am Abend ein opulentes Abendbuffet. Die Mitarbeiter dieser Einrichtung waren übrigens während unseres gesamten Aufenthalts sehr gut organisiert und erfüllten uns freundlich und aufmerksam jeden Wunsch. Nach dem offiziellen Teil kamen zu später Stunde volkstümliche Lieder und erheiternde Darbietungen zu Gehör. Sicher wird sich jeder Anwesende noch an den legendären Auftritt von Lothar Olonschek erinnern. Die Dänen ließen sich nicht lumpen und brachten uns ihrerseits mit ausdrucksvollen Liedern zum Lachen und Mitsingen. Es war ein wundervoller und unvergesslicher Abend!

Unter der Überschrift „Deutsch-dänische Freundschaft – Chöre aus Kolding und Berlin im GRZ Krelingen“ wurde in einer örtlichen Tageszeitung ein Artikel publiziert. Es war ein Foto vom Kolding Manskor abgebildet und es stand Folgendes geschrieben: „Vom 20. bis 22. April treffen sich zwei Männerchöre zu einem Probenwochenende im Geistlichen Rüstzentrum (GRZ) Krelingen. Neben dem musikalischen Austausch wird auch die Freundschaft zwischen den Chören aus Kolding (Dänemark) und Berlin gepflegt. Beide Ensembles kennen sich seit fünf Jahren und haben in ihren Heimatstädten gemeinsame Konzerte gegeben. Das Chortreffen wird am Sonntag 22. April, um 15 Uhr, mit einem gemeinsamen Konzert in der Kirche des GRZ Krelingen beendet (Eintritt frei). Bereits um 10 Uhr wird der Gottesdienst von den Chören musikalisch gestaltet.

Kolding Mandskor wurde am 18. September 1928 gegründet und feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Der Chor besteht aus etwa 30 Sängern und verfügt über ein breites Repertoire: Renaissance-Musik, Klassische Chöre und Operetten, dänische und nordische Lieder, Spirituals sowie rhythmische und zeitgenössische Kompositionsmusik.
Kolding Mandskor hat mehrmals mit professionellen Orchestern und Solisten gearbeitet und ist in vielen Ländern Europas aufgetreten.
Der Chor wird von Bo Skibelund geleitet.

"Rein der Sinn, rein der Sang, treu dem Lied mein Leben lang" lautet der Wahlspruch der bis zu 45 aktiven Sänger in der nunmehr über 125-jährigen Geschichte des Männerchores "Cäcilia 1890" Berlin e.V. 1890 als Katholischer Männergesangsverein gegründet, versteht sich der Verein heute als ein traditionsreicher Berliner Chor, der sich konfessionell nicht gebunden fühlt, jedoch an der christlichen Grundausrichtung festhält.
Neben dem deutschen Liedgut, wozu Volkslieder und Werke der Romantik und Klassik gehören, pflegt der Chor auch internationale Folklore und geistliche Chormusik.
Dank des Zulaufs junger Sänger ist der Altersdurchschnitt im Chor verhältnismäßig niedrig.
Künstlerischer Leiter ist Markus Dubsky. Unter www.kolding-mandskor.dk sowie hier auf unserer Internetseite gibt es weitere Konzerttermine und Infos.

Beim Gottesdienst am Sonntag wurde der Aufsatz „Man lebt nur einmal“ vom Søren Kierkegaard (1813-1855) zum Hauptgegenstand der tiefgründigen Predigt.
Kierkegaard war ein dänischer Philosoph, Essayist, Theologe und religiöser Schriftsteller. In seinen meist unter Pseudonymen veröffentlichten Schriften zeigte er sich als engagierter Verfechter der Idee des Christentums gegen die Realität der Christenheit (aus Wikipedia). Die Sangesbrüder aus Kolding erhielten diesen Text in dänischer Originalsprache, so dass es keine Verständnisprobleme gab.
Gesungen wurde „Jauchzet dem Herrn“ (Cäcilia), „I østen stiger solen op“ (beide Chöre dirigiert vom 2. Koldinger Chorleiter Jørgen Ruby), „Beati Mortui“ (Kolding MK), „Locus iste“ (Cäcilia), „Heilig, heilig, heilig“ (Beide Chöre dirigiert vom Berliner Chorleiter) und „Die Himmel rühmen“ (Cäcilia), wobei Markus Dubsky auch die Orgelbegleitung übernahm und währenddessen von Peter Zielinski im Dirigat abgelöst wurde. Ebenso abwechslungsreich wurde das Gemeinschaftskonzert am Nachmittag gestaltet mit Stücken, die die gesamte Bandbreite beider Chöre widerspiegeln, wie es im Zeitungsartikel beschrieben wurde.
Unsere „Jungen Stimmen“ boten zwei brandneu eingeprobte Stücke humor- und effektvoll dar und sorgten nicht nur bei den älteren Zuhörern für Begeisterung…

Schon während der gemeinsamen Proben war es ein besonderes Erlebnis, vor allem die dänischen Stücke gemeinsam zu singen und den letzten Schliff in der Aussprache von den Muttersprachlern aufzuschnappen. Sowohl die einzeln vorgetragenen Stücke als auch die gemeinsamen Lieder wirkten beim Auftritt wie aus einem Guss.
Herzlichen Dank noch einmal an unsere Chorleiter, die uns mit Sachkenntnis und Geduld auf diese besonderen Auftritte hervorragend vorbereiteten und im wahrsten Sinne einstimmten. Der größte Dank geht an Ulrich W., der die gesamte Fahrt bis ins kleinste Detail professionell und mit Leidenschaft organisierte.

 

 

Kirchweihfest "Zum Guten Hirten" 

Auch in diesem Jahr übernahm unser Männerchor die musikalische Gestaltung des Kirchweihfestes in „Zum Guten Hirten“.
Der Festgottesdienst am 29. April 2018 begann um 10:30 Uhr. Nach dem Orgel-Präludium gespielt von Markus Dubsky sangen wir zum Eingang „Preiset froh den König, lobt den Herrn der Welt“. Es folgte aus der Deutschen Messe von Franz Schubert das „Gloria“ und später das „Sanctus“, als Zwischengesang „Ubi caritas“ und als Danksagung „Locus iste“.
Drei Gemeindemitglieder wählten entsprechende Gegenstände aus dem Fundus der Gemeinde aus, mit denen sie eine interessante Geschichte verbinden.
Zum einen ging es um die Holzfigur „Guter Hirte“, die im hiesigen Gemeindesaal steht und oft zur Gestaltung des Kindergottesdienstes verwendet wird.
Zum anderen wurde über das dreiteilige Altarfenster aus "St. Marien" in Karlshorst berichtet.
Schließlich wurde die Krippe erwähnt, die alljährlich zur Weihnachtszeit den Altarraum schmückt.
Pfarrer Benning erinnerte an weitere Orte der religiösen Begegnung innerhalb der Gemeinde, z. B. die Senioreneinrichtungen oder die katholische Fachhochschule in Karlshorst.
Nach dem Gottesdienst spendeten die zahlreich erschienenen Gemeindemitglieder unserem Chor einen herzlichen Beifall.

 

 

Konzert im Altenheim in der Liebigstraße

Fast zwei Jahre mussten die freundlichen Bewohner des Altenheims in der Liebigstraße auf unser nächstes Konzert warten.
Am 23. Juni 2018 war es endlich wieder soweit. Statt der samstags üblichen Sportgymnastik gab es diesmal also entspannte Ohrengymnastik.
Unsere Liederkommission stellte dabei ein umfangreiches und abwechslungsreiches einstündiges Programm zusammen.
Neben vielen bekannten Volksliedern wie „Das Lieben bringt groß Freud“, „Wenn alle Brünnlein fließen“ oder „Der Lindenbaum“, präsentierten wir Variationen zu „Die Forelle“ sowie die neu eingeprobten englischen Stücke „Amazing Grace“ und „Shenendoah“ unter der musikalischen Leitung von Markus Dubsky, der sich im Dirigat mit Peter Zielinski abwechselte. Unser letztes Lied „Aus der Traube in die Tonne“ setzte die zufriedene Leiterin im wahrsten Sinne des Wortes in die Tat um, indem sie uns einen prall gefüllten Weinkorb überreichte und sich herzlich für das Konzert bedankte.
Spätestens bei der Zugabe „Das macht die Berliner Luft“ hielt es keinen Zuhörer mehr still auf seinem Platz, sondern es wurde kräftig mitgeklatscht und mitgesungen. Es ist uns immer eine besondere Freude, in diese aufmerksamen und dankbaren Gesichter zu blicken. In Vorfreude sagen wir zum Abschluss: „Ade, mein Schatz, leb wohl“ - bis wir uns wiedersehen! 

 

Es grüßt euch Euer Männerchor „CÄCILIA 1890“ Berlin e. V. und wünscht uns allen einen goldenen Herbst.

i. A. Martin M. und David L.

 

Bankverbindung: Männerchor Cäcilia; Pax-Bank IBAN: DE83 3706 0193 6005 3240 15 / BIC: GENODED1PAX