Rück- und Ausblick

 

Liebe Sangesbrüder und Freunde des Chores,

Schenke groß oder klein, aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen, sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei, was in dir wohnt an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk, dass dein Geschenk – Du selber bist.
(Joachim Ringelnatz)

 

Sängerfahrt nach Stralsund

Um es gleich vorweg zu nehmen, unsere Sängerfahrt vom 13. bis 15. Oktober 2017 nach Stralsund war ein voller Erfolg dank der exzellenten Planung und Durchführung unseres Organisators „vom Dienst“ Simon. Nichts war dem Zufall überlassen. Beispielsweise erhielt jeder Teilnehmer schon auf der Hinfahrt drei Essenmarken, so dass das sonst immer wiederkehrende und gelegentlich zur Weißglut bringende Nachfragen, welches Essen man denn bekommt, weil man es schon wieder vergessen hatte, entfiel. Selbst verloren geglaubte Brieftaschen waren kein Problem. Dann wurde der freundliche Busfahrer kurzerhand zur Rückfahrt zum Hotel überredet, während die anderen Sangesbrüder noch ein Getränk mehr bestellten. Herzlichen Dank noch einmal an Simon für die vielen Mühen! Aber, der Reihe nach!
Am Freitag begann es mit einem kleinen Singen in der wunderschönen St. Nikolaikirche, die aufgrund ihrer einzigartigen Schätze schon allein den Status Weltkulturerbe für die Altstadt Stralsund rechtfertigen würde. Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter mit einer einstündigen Hafenrundfahrt, bei der wir unser späteres Domizil auf der Insel Dänholm schon einmal umkreisten und quasi im Rückspiegel die Öffnung der alten Brücke nach Rügen bestaunten. Zum Abend gab es herzhaft Deftiges in der Störtebecker Traditionsbrauerei (auf dem Festland) in Stralsund. Anschließend ließen wir den Abend in unserem Hotel gemütlich ausklingen.
Am Samstag unternahmen wir einen Ausflug zur geschichtsträchtigen Ausstellung über das „KdFSeebad“ in Prora auf Rügen. Anschließend vergnügten und stärkten wir uns auf dem Karls Erlebnishof in Zirkow.
Am Sonntag begleiteten wir den Gottesdienst in Hl. Dreifaltigkeit in Stralsund mit Stücken vor allem aus der Sephner-Messe unter der musikalischen Leitung von Makus Dubsky und Peter Zielinski. Dieser Auftritt wurde später im Stralsunder Pfarrspiegel in der Ausgabe 265 freundlich erwähnt – danke an Lothar O. für die Zusendung!
In der Predigt erfuhren wir vom Gemeindepfarrer Andreas Sommer, was sich hinter der Abkürzung „uawg“ verbirgt, nämlich „um Antwort wird gebeten“. So sollte es üblich sein, dass man als Eingeladener entsprechend reagiert. Pfarrer Sommer betonte, dass bei Gott jeder herzlich eingeladen und willkommen ist. Nach dem Gottesdienst spendete eine Frau aus der Gemeinde spontan 50 Euro für den Chor, weil ihr die Musik so gefallen hat. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich für diese ungewöhnlich großzügige Spende und für die warmherzigen Begegnungen mit einzelnen Gemeindemitgliedern vor dem Gottesdienst und nach unserer Zugabe auf dem Gemeindehof. Auf dem Weg zum Griechischen Restaurant gab es noch einen spontanen Abstecher zur evangelischen Heilgeistkirche, die unseren kurzen gesanglichen Akustiktest mit Bravur und Applaus bestanden hat.
Zum krönenden Abschluss unserer Sängerfahrt bereitete uns das Ehepaar Olonschek in ihrem Garten einen köstlichen Empfang.
Anlässlich seiner 40-jährigen Mitgliedschaft beim Männerchor „Cäcilia“ sangen wir Lothar ein Ständchen, der zwei Tage zuvor von Peter Peitz die silberne Ehrennadel überreicht bekam. Vielen Dank an seine reizende Frau, die dieses Treffen so wunderbar vorbereitet hatte!

 

30. Geburtstag von Clemens Neumeister

Unser Sangesbruder Clemens Neumeister feierte am 30. Oktober 2017 seinen 30. Geburtstag im Pfarrsaal „Zum Guten Hirten“.
Pünktlich um 18 Uhr gab es vom Männerchor „Cäcilia“ ein kleines Geburtstagsständchen, sowohl vom Gesamtchor als auch von den "Jungen Stimmen". Anschließend spendierte der Jubilar diverse spirituelle Köstlichkeiten. Die herzhaften Speisen gab es dann zwei Wochen später beim Vorprobentreff.
Wir bedanken uns für die Einladung und die großzügige Bewirtung und wünschen Clemens für die weiteren Lebensjahre viel Gesundheit, Glück, Liebe und Zufriedenheit zusammen mit seiner tollen Frau Stefanie und natürlich weiterhin viel Freude beim Singen im Chor!
An dieser Stelle auch ein besonderes Dankeschön an Clemens für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand des Chores.


127. Stiftungsfest

Unser 127. Stiftungsfest fand am 25. November 2017 im Betriebsrestaurant des Bildungs- und Verwaltungszentrums in Alt-Friedrichsfelde statt.
Traditionsgemäß präsentierte unser Chor um 18 Uhr ein kleines Konzert, diesmal mit blauer Fliege. Herzlichen Dank dem edlen Spender!
Gesungen wurde nach dem obligatorischen Wahlspruch „Cara Madonna mia“ von Orlando di Lasso, 3 Stücke aus „Die launige Forelle“ von Franz Schöggl und „Jägerchor“ aus der Oper „Euryanthe“ von Carl Maria von Weber. Quasi als Zwischenspiel interpretierten die "Jungen Stimmen" „The longest time“ von Billy Joel und  Mann im Mond“ von Tobias Künzel („Die Prinzen“) erfrischend unkonventionell und einfallsreich (mit ausgepusteter Kerze).
Zum Schluss sang der gesamte Chor „Türkisches Schenkenlied“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy wie immer unter der musikalischen Leitung von Markus Dubsky.
Geehrt wurden die Sangesbrüder Reiner Elsner (50 Jahre Chor), Lothar Olonschek (40 Jahre Chor) und Wilfried Schmidt (40 Jahre Chor).
Nach dem leckeren und reichhaltigen Abendessen sorgte nun schon zum dritten Mal die Partyband „Sowieso“, „die immer lacht“, für eine volle und agile Tanzfläche bis weit nach Mitternacht und präsentierte sowohl klassische Evergreens als auch moderne Ohrwürmer auf ihre unverwechselbare witzige und mitreißende Art.
Wir danken allen, die zum Gelingen dieses großartigen Festes beigetragen haben und freuen uns schon auf das Stiftungsfest im nächsten Jahr!


Adventskonzert im Kesselhaus

Es gibt eine überraschende Gemeinsamkeit zwischen dem ehemaligen Kesselhaus in Herzberge und dem Männerchor „Cäcilia“. Im Jahr 1890 kam es zur Grundsteinlegung dieses Hauses. Im gleichen Jahr wurde unser Chor gegründet. So kann man unser Konzert am 1. Dezember 2017 fast schon als schicksalhafte Begegnung bezeichnen.
Der Leiter und Gründer des Museums und Vorsitzender des Fördervereins Joachim Schütz kann mit Recht stolz sein auf die 15-jährige intensive Arbeit, in der das Kesselhaus, das über 100 Jahre das anliegende Krankenhaus mit Wärme versorgte und 1992 endgültig stillgelegt wurde, leidenschaftlich und aufwendig restauriert wurde. Seit zwölf Jahren ist diese Einrichtung zur Begegnungsstätte geworden. Es finden regelmäßig Tagungen, Ausstellungen, Livemusik, Tanz, Theater, Filmkulisse, Events, Workshops, Familienfeiern und vieles mehr statt. Es war für unseren Chor eine besondere Freude und Ehre, dort aufzutreten.
Die vielen Kerzen und liebevollen Dekorationen in Verbindung mit der rustikalen Kesselhausatmosphäre sorgten für ein besonderes, unverwechselbares Ambiente.
Wir begannen unser Konzert mit einigen Stücken aus der Romantik, wie z. B. „Trösterin Musik“ von Anton Bruckner oder „Der träumende See“ von Robert Schumann. Anschließend sangen wir volkstümliche Lieder wie „Der Lindenbaum“ von Franz Schubert oder „Der Jäger Abschied“ von Felix Mendelsohn-Bartholdy.
Während der Pause wurden alle Gäste und Sänger mit kalten und heißen Getränken und köstlichen selbstgebackenen Keksen von den aufmerksamen und zuvorkommenden Mitarbeiterinnen versorgt. Es kam zu interessanten Begegnungen und Gesprächen.
Im zweiten Teil wurde die Adventszeit mit vorweihnachtlichen Liedern eingeläutet. Zum ersten Mal präsentierten wir das mittelalterliche Stück „Machet die Tore weit“ von A. Hammerschmidt. Die "Jungen Stimmen" trugen „Carol of the bells“ von M. Leontovich und „Mann im Mond“ von Tobias Künzel vor. Das Trommellied wurde traditionell von Peter Zielinski dirigiert. Alle anderen Lieder dirigierte Markus Dubsky, der auch das gemeinsame Schlusslied „Sind die Lichter angezündet“ gemeinsam mit dem Publikum anstimmte, nachdem alle Zuhörer eine Kerze angezündet hatten.
In ihrer Abschlussrede nahm die langjährige stellvertretende Vorsitzende Tabea Junge Bezug auf die letzte Liedzeile: „überall soll Frieden sein.“ Ob arm oder reich, jeder habe einen inneren Frieden, den er an andere weitergeben könne, so Frau Junge. Diese christliche Friedensbotschaft war ein würdiger Abschluss eines bewegenden und unvergesslichen Abends.


80. Geburtstag von Manfred Jeche

Wer ist am 14.12.1937 geboren und am 25.10.1971 in unseren Chor eingetreten, somit 80 Jahre alt und 46 Jahre Mitglied des Chores?
Er hat in dieser langen Zeit fleißig im 2.Tenor mitgesungen und war dort eine große Stütze. Leider hat ihn seine Krankheit zunehmend daran gehindert, so dass er nicht mehr singen, sondern nur noch zuhören konnte. Trotzdem ist er immer fröhlich zu den Übungsstunden gekommen, hat sich den passiven Mitgliedern angeschlossen, und ist dem Chor auf diese Weise stets verbunden geblieben. In der letzten Zeit war es ihm auch nicht mehr möglich, die Übungsstunden zu besuchen, doch einige unserer Sangesbrüder haben ihn regelmäßig aufgesucht und ihm dadurch das Chorleben stets nahebringen können. Wer ist ́s also: Sangesbruder Manfred Jeche! Wir wünschen ihm weiterhin gute Tage, Gottes Segen und verbleiben in herzlicher Verbundenheit. Dein Männerchor Cäcilia.


Adventskonzerte in "Zum Guten Hirten" und "St. Mauritius"

Traditionell gab es zwei Adventskonzerte, zum einen am 16. Dezember 2017 um 15 Uhr in der katholischen Kirche „Zum Guten Hirten“, zum anderen am 17. Dezember, dem 3. Advent, um 17 Uhr in der katholischen Kirche „St. Mauritius“.
Die Liederkommission stellte gemeinsam mit unserem Chorleiter eine besonders abwechslungsreiche Auswahl adventlicher Lieder zusammen. Das Spektrum reichte von klanglich effektvollen Stücken wie „Ubi Caritas“ und „Lux aurumque“ über Stücke aus unserem europäischen Standardrepertoire wie „Trommellied“ dirigiert von Peter Zielinski oder „Wiegenlied“ und „Es ist ein Ros entsprungen“ bis hin zu dem heiter und enthusiastisch vorgetragenen „Deck the Halls“.
Durch das Programm führte Clemens Neumeister, der zwischendurch die solistischen Stücke anmoderierte.
Im Duett sangen David Lapawczyk im Tenor und Ulrike Mayer im Sopran „Ich steh an deiner Krippen hier“, „Noël Nouvelet“ sowie „O Tannen, du trägst ein‘ grünen Zweig“ und wurden an der Orgel von Markus Dubsky begleitet, der wie immer die musikalische Gesamtleitung übernahm.
Paul Lapawczyk trug die heitere Adventsgeschichte vor „Warum der schwarze König Melchior so froh wurde“ von Karl Heinrich Waggerl.
Am Samstag gab es noch zwei weitere Stücke von den "Jungen Stimmen": „Carol of the bells“ und „Mann im Mond“.
Am Ende sangen alle gemeinsam das Lied „Sind die Lichter angezündet“.
Sowohl von Pfarradministrator Martin Benning am Samstag, als auch von Kaplan Raphael Weichlein am Sonntag wurden wir herzlich empfangen, wobei Pater Benning zugab, dass von allen Männerchören, die er bisher gehört hat, wir ihm am besten gefallen.
Ein großes Dankeschön an unser treues Publikum, das teilweise mit geschlossenen Augen unser Konzert anmutig genoss, uns warmen Beifall spendete und durch großzügige Spenden unsere Chorarbeit unterstützt. Es war ein gelungener Abschluss eines ereignisreichen Jahres. 



Ausblick in das I. Quartal 2018

Die erste Zusammenkunft im neuen Jahr wird die erste Übungsstunde am 11.01.2018 sein.
Daran schließt am Sonntag, 14.01. unser Jahresgottesdienst in der katholischen Kirche "St. Antonius" in Berlin-Schöneweide an.
Am Donnerstag, den 18.01. findet um 19:00 Uhr die Jahreshauptversammlung statt.
Am Sonntag, den 28.01. wird unser Chorprojekt "Junge Stimmen" um 16:00 Uhr in der katholischen Kirche "St. Martin" in Berlin-Kaulsdorf ein gemeinsames Konzert mit der Big Band aus Kaulsdorf geben. Der Eintritt ist frei!

Es grüßt euch Euer Männerchor „CÄCILIA 1890“ Berlin e. V. und wünscht uns allen einen goldenen Herbst.

i. A. Martin Minski und David Lapawczyk

 

Bankverbindung: Männerchor Cäcilia; Pax-Bank IBAN: DE83 3706 0193 6005 3240 15 / BIC: GENODED1PAX